Kirchbürgerversammlung 2026 der evangelischen Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil
In Oberuzwil wird die Kirchbürgerversammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Oberuzwil-Jonschwil immer nach einem vorgängigen Gottesdienst abgehalten. Zum ersten Mal trat an diesem «Rock-My-Soul»-Gottesdienst ein aus verschiedenen Generationen bestehendes neues Chörli unter Leitung von Pfarrer René Schärer auf. Flavia Müglich und Fabienne Brühlmann bildeten zusammen mit Organist/Pianist Christian Schneebeli und teilweise auch mit René Schärer das Begleitorchester. Auch die Gemeinde bekam die Möglichkeit, bei manchen Liedern mitzusingen, so auch beim mitreissenden «Heaven Is A Wonderful Place».



In der Predigt, unterstützt von passenden Bildern – wegen grosser Helligkeit leider nur ganz fade zu sehen (siehe auch Allgemeine in der Kirchbürgerversammlung) – , hob der Pfarrer deine der wichtigsten Aussage von Jesus hervor, welche dazu aufruft, die Rechtlosen und Ausgestossenen anzunehmen und für deren Rechte gewaltlos einzustehen. Dazu gehören auch Kinder. Den Abschluss des Gottesdienstes machte «I Will Follow Him», ein bekanntes Lied aus dem Film «Sister Act». Alle Darbietungen des Chores wurden beklatscht.
Amtlicher Teil
Die Kirchbürgerversammlung fand anschliessend im Kirchgemeindehaus statt. Kivo-Präsident Hans Peter Hug führte nach dem Motto «Prüfet alles und behaltet das Gute» ruhig und zielstrebig durch die Geschäfte.



Erstmals war der Amtsbericht nicht mehr in gedruckter Form in alle Haushaltungen verschickt worden. Man konnte allerdings vorgängig auf dem Sekretariat ein solches bestellen. Auch an der Versammlung lagen einige auf. Doris Müller vom Sekretariat hatte alle Informationen äusserst leserfreundlich und attraktiv bebildert zusammengestellt. In seinen einleitenden Worten wies Präsident Hug auf die Tatsache hin, dass eine Kirchgemeinde aus ganz unterschiedlichen Menschen bestehe. Es gibt deshalb auch ganz unterschiedliche Angebote. So laden die Jungschi oder auch die ökumenischen Kindertage immer wieder zu spannenden Abenteuern ein. Auch hier setzen junge Menschen ihre Freizeit für andere ein und ermöglichen Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitaktivitäten.
Junge und stabile Behörde
Ernst Krapf, Bichwil, und Céline Stäbler, Jonschwil, – noch nicht lange volljährig geworden – setzen sich nebst allen anderen Mitgliedern der Vorsteherschaft für die Belange der Kirche ein. Sie verjüngen das Alter der Behörde sichtlich. Ernst Krapf steht dem arbeitsintensiven Ressort Liegenschaften vor, Céline Stäbler engagiert sich für Kinder und Jugendliche. Das Gremium ist damit in allen Generationen vertreten, was zu guten und für viele nachvollziehbaren Lösungen beitragen kann. Es werden neue Ideen ausprobiert, wie man Menschen noch mehr einbeziehen kann. In der Kirchenvorsteherschaft gibt es keinen Wechsel, alle Bisherigen wurden einstimmig wiedergewählt.
Finanzen
Die Kasse schloss mit einem schönen Plus ab. Dies vor allem deshalb, weil verschiedene Bauvorhaben etwas verschoben worden waren. Dazu wurde auch mehr Holz verkauft und die Zinserträge «aus flüssigen Mitteln», wie es heisst, waren über Erwarten ausgefallen. Die Bauvorhaben werden nun aber an die Hand genommen. Dazu gehören die Dachsanierung des Kirchgemeindehauses samt Photo-Voltaik-Anlage sowie die Sicherheitsaufrüstung des Kirchturms. Das Budget 2026 sieht deswegen einen kleinen Ausgabenüberschuss vor. Der Kirchensteuerfuss bleibt bei 25 %. Die Geschäftsprüfungskommission stellte Erika Weiss ein tadelloses Zeugnis für gute Kassenführung aus, unterstützt hier durch Doris Müller. Die Gemeinde stimmte allen Anträgen der verantwortlichen Behörden zu. Neu wurden für die abtretenden Mitglieder Heini Weber und Vreni Hohl-Forster nun Christian Lubner und Monika Savi in die Geschäftsprüfungskommission gewählt, nebst den bereits bewährten Mitgliedern Adrian Müller, Lisa Alder und Judith Dietziker.
Synodale
Für die aus der Synode zurückgetretenen Philipp und Lisa Alder nehmen neu Judith Dietziker und Céline Stäbler Einsitz in diesem Parlament. Weiterhin dabei sind auch Pfarrer René Schärer und Präsident Hans Peter Hug. Die Synode ist das oberste Organ der Kantonalkirche. Gerade wird an einer neuen Kirchenverfassung gearbeitet, ist doch die gegenwärtige bereits seit dem 13.02.1974 in Kraft. Seither hat sich in der Gesellschaft vieles verändert.


Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit
Hans Peter Hug hob besonders die Freiwilligenarbeit hervor. Man staunt ja immer wieder, wie viele Menschen sich freiwillig in der Kirchgemeinde einbringen. Das stärkt den Zusammenhang und hilft vielen Menschen. Auf drei Seiten sind im Amtsbericht 2025 all die verschiedenen Gruppierungen aufgelistet, die innerhalb des kirchlichen Rahmens ihre Zeit für den Dienst am Nächsten einnehmen. Gemeinschaft ist wichtig. Mit ihren Angeboten möchte auch die Kirche der Vereinzelung etwas entgegenwirken. Präsident Hans Peter Hug freute sich, dass die Kirche damit weiterhin als lebendig wahrgenommen werden kann.
Allgemeine Umfrage

In der Allgemeinen Umfrage wurde bei einem Einsatz der Leinwand vorne im Chorraum erneut nach einer Verdunkelungsmöglichkeit gefragt. Der Auftrag dafür sei bereits vergeben, beschied Präsident. Hans Peter Hug. In vier Wochen sollte es so weit sein. Das freute den Votanten Heini Brack sichtlich.
Jemand wünschte auch in Zukunft eine gedruckte Amtsrechnung für alle. Und eine Kirchbürgerin bedankte sich für den um eine halbe Stunde nachverschobenen Beginn der Gottesdienste. Mit einem nochmaligen grossen Dank an alle Mitdenkenden vor und hinter den Kulissen schloss Präsident Hans Peter Hug die Versammlung, welche keine hohen Wellen geworfen, aber doch gezeigt hatte, dass viele Menschen die Oberuzwiler Kirchgemeinde mittragen.
Bei angeregten Gesprächen genossen danach viele den gehaltvollen Apéro. Auch das gehört – genau wie der unterdessen praktisch immer angebotene «Kirchenkaffee» – zu einem guten Miteinander.

Auf der Webseite der Kirchgemeinde steht zudem der Amtsbericht 2025 bereit.