Heisse Wettkämpfe bei eisigen Temperaturen

16. Mai 2019 Aus Von Annelies Seelhofer-Brunner

Dieses Jahr war es für die Verantwortlichen von „Weltklasse Oberuzwil“ ganz besonders schwierig, den richtigen Zeitpunkt für diesen speziellen Sporttag der fünften und sechsten Klassen festzusetzen. Zu widersprüchlich waren die Wetterprognosen. Doch anfangs Woche verkündeten die Organisierenden mutig: „Morgen findet „Weltklasse Oberuzwil“ statt.

Eisige Kälte

Auf den Rasenflächen lag am frühen Morgen noch dicker Raureif. Brrr! Der stahlblaue Himmel verhiess jedoch gutes Wettkampfwetter. Die Kinder wurden ermahnt, doch ja für genügend Wärme zu sorgen, da manche bereits kurzärmlig unterwegs waren. Am Nachmittag verstärkte sich die Bise gar noch, besonders beim Lauf um den Bettenauer Weiher, was die Zeitnehmerinnen am Schiedsrichtertisch sehr zu spüren bekamen.

Einlaufen mit Volleyballerin Leslie Betz

Jedes Jahr wird zum Einlaufen eine Sportlerpersönlichkeit aus der Umgebung eingeladen. Diesmal sponserte die Clientis Bank Oberuzwil die Spitzen-Volleyballerin Leslie Betz, welche als langjährige Stütze für den Volleyclub Wattwil spielt.

Leslie Betz

Die Kinder machten gut mit und bewegten sich mehr oder weniger intensiv nach den Vorgaben der Sportlerin. An diesem Morgen war das Einlaufen wegen der Kälte vor den drei leichtathletischen Disziplinen besonders wichtig.

  1. Die Kinder machten beim Einlaufen fleissig mit.
  2. Gespannt hörten sie Leslie Betz zu.
  3. Adrian Müller begrüsste die Sportlerin und überreichte ihr ein Couvert mit wertvollem Inhalt.
  4. Lehrer Felix Kuch begrüsste gutgelaunt Schülerinnen und Schüler sowie die Mithelfenden.
  5. Auch Schulpräsident Roland Waltert hatte sich eingefunden.
  6. Ein Witzbold sah hier eine Einnahmequelle für sich.

Natürlich gab es am Mittag auch Verpflegung, die vom bewährten Grillmeister Gianni Veluscek und Hanspeter Jung vorbereitet und verteilt wurde. Daneben gab es auch lustige Momente, wie das Bild mit Schulpräsident Roland Waltert und Lehrerin Simone Barner zeigt.

Spannende Wettkämpfe

Weil an diesem Sporttag nur vier Klassen mitmachten, gab es kaum chaotische Szenen beim Gruppenwechsel. Alles war bestens organisiert, bewährte „Hilfskräfte“ – ehemalige Lehrkräfte oder andere der Schule verbundene Personen – unterstützten die vier Klassenlehrkräfte bei den verschiedenen Disziplinen. Die Buben und Mädchen legten sich bei den Läufen richtig ins Zeug. Man sah verbissene Gesichter, weil das Letzte hergegeben wurde. Die Regeln beim Weitsprung schienen nicht ganz allen wirklich geläufig zu sein, nahmen es doch manche sehr gemächlich. Auch beim Weitwurf gab es grosse stilistische Unterschiede. Bei allen Disziplinen gab es Punkte.

Gar nicht so einfach, diese Disziplin Weitsprung!

Streetracket

Das Organisationsteam sorgte mit dem Einbezug von Streetracket für Abwechslung. Mit einen weichen Ball und Holzschlägern wird hier vorzugsweise in Viererteams gespielt. Der Ball wird auf den Boden geschlagen und muss vom anvisierten Spieler sofort retourniert werden. Wer das nicht kann, verliert eines seiner fünf Leben. Wer am Schluss übrig bleibt, ist Gruppensieger. Dieses Spiel kann auf jedem ebenen Platz gespielt werden, braucht wenig Aufwand und ist kinderleicht zu begreifen und deshalb auch ideal für ein Pausenspiel.

Streetracket: Nur einmal darf der Ball den Boden berühren, dann muss zurückgespielt werden.

Betti-Lauf

Was an der Oberstufe schon lange Tradition hat, wird seit letztem Jahr auch bei “Weltklasse Oberuzwil” im Programm geführt. Wer gemächlich um den Weiher spaziert, braucht dazu bestimmt gut 20 Minuten. Doch die am schnellsten Sprinter drückten diese Zeit bis auf rund sieben Minuten hinunter. Und weil nur jeweils eine Gruppe auf einmal laufen konnte, gab es genügend Zeit für die Schülerinnen und Schüler, die wohltuende Stimmung am Bettenauer Weiher auf sich einwirken zu lassen. Der Hin- und Rückweg zum Weiher wurde zu Fuss gemacht.

Die Bilder oben zeigen einige Eindrücke vom Betti-Lauf. Ein Gentleman aus dem Lehrerkreis holte wegen der eisigen Bise den fleissigen Punktesammlerinnen am Schiedsrichtertisch eine willkommene wärmende Decke. Auch die Zeitmessung musste gut abgesprochen werden, ist aber heutzutage – Handy sei Dank! – keine komplizierte Sache mehr.

Kurz nach drei Uhr wurden auf dem Roten Platz die Ränge bekanntgemacht und alle Spitzenplätze teilweise schon fast frenetisch beklatscht. Die Rangliste kann in einem separaten Beitrag nachgelesen werden. http://www.kulturnotizen.ch/kultur/rangliste-zu-weltklasse-oberuzwil/