25 Jahre Kirchenchor-Präsidentschaft von Heinz Herzog

25 Jahre Kirchenchor-Präsidentschaft von Heinz Herzog

3. April 2026 Aus Von Annelies Seelhofer-Brunner

Die diesjährige HV des Kirchenchors Niederuzwil-Oberuzwil fand im noblen Hotel Uzwil statt. Schon vor Beginn des Abends stand Hotelleiter Daniel Ciapponi für Fragen zur Verfügung, sollte doch nach dem geschäftlichen Teil eine Darbietung per Beamer auf die Wand projiziert werden. Da ist es nie verkehrt, vorgängig die Technik – Mikrofon, Licht, Beamer, Laptop – noch zu testen. Die Chormitglieder und Gäste wurden vom aufmerksamen Hotelteam regelrecht verwöhnt. Vor den eigentlichen Geschäften wurde ein feines Essen serviert, je nach Wunsch vegetarisch oder mit Fleisch. Alles mundete köstlich. Auf das Dessert musste allerdings bis nach der Abwicklung der Traktanden gewartet werden. Auf den Tischen stand an jedem Platz je ein brauner und ein dunkler Osterhase, von seinem «Sackgeld» bezahlt, wie Präsident Heinz Herzog schmunzelnd verriet. Für manche sollte es nicht das einzige Geschenk des Abends bleiben…

Abhandlung der Traktanden

Mit einer Abwandlung des Friedensgebets «Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens», Franz von Assisi zugeschrieben, eröffnete der Präsident die Versammlung. Im vergangenen Vereinsjahr hat der Chor wieder in verschiedenen Gottesdiensten in den Kirchgemeinden Oberuzwil und Uzwil mit seinen Liedern die Besuchenden erfreut. Immer wieder gab es auch Anlässe zum geselligen Beisammensein. Der traditionelle Schlussbummel vor den Sommerferien, von Ruth Schönberg organisiert, war auf der Terrasse des Ausflugrestaurants auf dem Winzenberg geplant. Doch ein frecher Regenschauer traf genau zu Beginn des Treffens ein, sodass alle sofort ins Restaurantinnere flüchteten. In seinen Ausführungen erwähnte Heinz Herzog ganz besonders die interessante Chorreise von Ende August zur Klosterbaustelle «Campus Galli» in Messkirch. Auch hier hatte der Regen anfänglich kein Erbarmen, das Mittagessen musste in einem verregneten Unterstand «genossen» werden. Die spannende Führung durch die mittelalterliche Baustelle bei nun glücklicherweise trockenem Wetter bleibt bestimmt unvergessen.

Finanzen

Marianne Kraft schaut als Kassierin für den sorgfältigen Umgang mit der vorwiegend von den beiden Kirchgemeinden gefütterten Kasse. Diesmal konnte ein ansehnlicher Gewinn ausgewiesen werden. Die Kasse ist gut gefüllt.

Das freut den Präsidenten, schwebt ihm doch wieder einmal eine grössere Aufführung mit Orchester und Solisten vor. Er bat denn auch Dirigentin Oxana Peter-Fedjura, ein paar Vorschläge dafür auszuarbeiten. Beim letzten grösseren Projekt sangen 24 Personen zusätzlich zu den Vereinsmitgliedern mit. Die Hoffnung ist natürlich, dass bei einem solchen Projekt sich die eine oder der andere danach entschliessen kann, dem Verein beizutreten.

Die beiden Revisorinnen Erika Helg und Marianne Pessina hatten die Vereins- sowie die Reisekasse genau geprüft und in bester Ordnung befunden. Marianne Pessina verlas den Revisorenbericht und bat um Entlastung von Marianne Kraft und Hanspeter Haltner sowie um einen grossen Applaus für die umsichtige Arbeit des ganzen Vorstands.

Am Schluss dankte Heinz Herzog mit warmen Worten allen, die zum Wohl des Vereins sich einbringen. Auch die angenehme Zusammenarbeit mit den Behörden der beiden Kirchgemeinden hob er lobend hervor.

25 Jahre Heinz Herzog

Schon zu Beginn war das hübsche, reich bebilderte Tischset auf jedem Platz genau unter die Lupe genommen worden. Da war Präsident Heinz Herzog allerdings noch völlig ahnungslos. Als er die Fotos jedoch näher anschaute, entdeckte er zwischen ganz vielen Bildern den Titel «25 Jahre Präsident Heinz Herzog».

Annelise Naef-Dietiker hatte nämlich in ihren Unterlagen gestöbert und die wichtigsten Stationen seines Wirkens mit humorvollen Blitzlichtern beleuchtet. Dabei erwähnte sie auch die Mitarbeit seiner Frau Isabella im Hintergrund, die ihn in vielen Belangen entlastet. Heinz Herzog muss aber doch etwas geahnt haben, erschien er doch – als Einziger! – in den «Clubfarben» des Vereins, samt Krawatte. Ganz erstaunt hörte er den Ausführungen zu. Eine grosse Leidenschaft sind Zoobesuche, welche er nicht nur einmal in eine Chorreise einschmuggeln konnte. Mit grossem Applaus wurden diese Anekdoten verdankt.

Ehrungen

Dirigentin Oxana Peter-Fedjura wurde für 10 Jahre kompetente musikalische Leitung mit einem gediegenen Blumenstrauss überrascht. Sie versteht es immer wieder, dem Chor auch etwas unbekanntere Werke schmackhaft zu machen.

Und Sängerin Erika Helg durfte für 30 Jahre Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde des Kirchengesangsbundes sowie Blumen entgegennehmen. Auch 7 Sängerinnen und Sänger, welche nicht mehr als fünf Mal an den Proben gefehlt hatten, wurden mit einem süssen Geschenk geehrt. Der Heiligenschein strahlt ganz zufällig über dem Präsidenten…

Sinnenfreudiger Ausflug nach Indien

Nach dem feinen Dessert berichtete Sängerin Ursula Geel –traditionell indisch gekleidet – von ihrer spannenden Kulturreise nach Indien im Februar 2026, unterlegt mit vielen Bildern. Diese hatte sie aus 2’000 Fotos ausgelesen. Schon zu Beginn war der 14köpfigen Reisegruppe eingebläut worden, ja kein Wasser zu trinken und nichts von den vielen Essständen an den Strassen zu kaufen. Europäische Mägen vertragen das offenbar weniger gut als indische. Man staunte über die grellen Farben, die Kontraste, aber auch über den Verkehrslärm und die Verschmutzung des Ganges, der als heiliger Fluss gilt und doch Tonnen von Unrat aufnehmen muss. Dass ein Turban eines Shiks gleich mehrere Meter Stoff benötigt, erstaunte ebenfalls. Daneben gibt es riesige Urwälder und überall Tempel für die unzähligen Gottheiten. Auf manchen Bauten waren auch ausgesprochen erotische Szenen in Stein gehauen zu sehen, die man auch als pornografisch bezeichnen könnte.

Ein kleines Video zeigte einen für unsere Augen absolut chaotischen Verkehr. Überall drängen sich Motorräder mit ganzen Familien als Passagiere durch die hupenden Autos. Und mittendrin mal da, mal dort eine der Heiligen Kühe… Auch Rhesus-Affen gehören zu den Heiligen Tieren. Grosse Augen gab es beim Betrachten von kunstvoll gebauten Palästen in monumentaler Grösse. So gilt das weltbekannte, wunderschöne Taj Mahal als Mausoleum der Liebe , welches Grossmogul Shah Jahn 1632 für seine geliebte, 1631 verstorbene Frau Mumtaz Mahal errichten liess. Es gehört seit 1983 zum Weltkulturerbe. Leider konnten all die Gerüche, die auf den Märkten und in den Basaren erlebt werden können, nicht in diesen Bericht eingefügt werden. Das muss ein grosses Sinnenfest sein, samt all den Farben überall. Ursula Geel erhielt grossen Applaus für das Teilen ihrer sehr persönlich erlebten Eindrücke. Danach war es Zeit zum Aufbruch.

Hier findet man dazu nähere Informationen und Ansprechpersonen