Verschobene 7. HV des Frauenvereins Oberuzwil

Verschobene 7. HV des Frauenvereins Oberuzwil

8. September 2020 0 Von Annelies Seelhofer-Brunner

Was nach einem ganz jungen Verein tönt, ist in Wahrheit eine Zusammenführung zweier schon lange, lange bestehenden Frauenvereine. Am 7. Juni 2013 hatten die beiden Vereine GEMEINNÜTZIGER FRAUENVEREIN OBERUZWIL und die MÜTTERGEMEINSCHAFT OBERUZWIL zum FRAUENVEREIN-T fusioniert. Danach begann man mit der Zählung eben wieder neu. Es gab natürlich schon vorher ganz viele Aktivitäten für Frauen in Oberuzwil.

Kürzeste HV

Glücklich, wer in diesem so besonderen Jahr 2020 seine HV früh im Jahr angesetzt hatte. Dem Frauenverein Oberuzwil kam jedoch die CORONA-Pandemie dazwischen, sodass die auf den 13. März angesetzte Versammlung auf den September verschoben werden musste. 49 stimmberechtigte Frauen wagten sich anfangs September aber doch in die Unterkirche.  So schnell war eine Hauptversammlung des hiesigen Frauenvereins tatsächlich in all den Jahren noch nie über die Bühne gegangen. Gäste waren diesmal keine dabei, auch die Anzahl der Teilnehmerinnen begreiflicherweise nur etwa halb so gross wie üblich. Aber üblich ist in diesen Zeiten eben kaum etwas.

Umfangreiche Vorarbeiten

Um den Anlass durchführen zu können, musste der Vorstand verschiedene behördliche Vorgaben erfüllen. So wurde der ganze Saal der Unterkirche mit Einzeltischen eingerichtet, an denen zwei Personen versetzt Platz nehmen konnten. An der Eingangstüre stand eine Vorstandsfrau mit Schutzmaske, welche die Eintretenden mit Desinfektionsmittel versorgte. Dafür waren für die Besucherinnen keine Masken vorgeschrieben. Die Versammlung konnte auch von den Vorstandsfrauen maskenlos durchgeführt werden, denn auch sie hielten die Abstandsregel von 1,5 m peinlich genau ein.

Junger Vorstand

Da letztes Jahr fast alle Vorstandsmitglieder zurückgetreten waren – einzig Ursula Bachofner-Rieche blieb dem Verein als eine Art Brückenbauerin vom alten zum neuen Vorstand erhalten – brauchte es neue, initiative Frauen für die Vorstandsarbeit. Was andernorts oft fast unmöglich scheint, endete in Oberuzwil mit einem wahren Glücksfall. Natürlich brauchte es dazu eine intensive Suche durch den damaligen Vorstand. Dieser fand vier motivierte junge Frauen, die sich gleich mit viel Elan an die Arbeit machten. So haben sie beispielsweise bereits eine neue Software in Betrieb genommen, welche die Verwaltung erleichtern soll, aber auch sonst ganz viel aufgegleist. Auch die Überarbeitung der Homepage ist geplant. Frauenverein Oberuzwil

Ressortsystem

Die verschiedenen Ressorts sind auf die Vorlieben und Fähigkeiten der einzelnen Vorstandsfrauen zugeschnitten. So bot Ines Velouscek verschiedene Kurse an, die meist gut besucht waren. Auf dem Programm stehen auch immer Anlässe für geselliges Zusammensein, etwa ein Boccia-Abend oder eine Spielenacht. An einem Säure-Basen-Info-Abend konnten sich die Frauen auch über gesundheitliche Zusammenhänge informieren. Den Boccia-Abend will der Verein auch nächstes Jahr ins Programm aufnehmen. Die Kursorganisatorin ist sehr froh, wenn aus den Reihen der Vereinsmitglieder Wünsche für Kursangebote an sie herangetragen werden.

Ines Velouscek bot spannende Kurse an.

Kirchliches

Ursula Bachofner steht dem Ressort KIRCHLICHES vor. Sie freute sich ganz besonders darüber, dass im vergangenen Jahr kein einziges der liebevoll gestalteten Advenskistli einem Vandalenakt zum Opfer gefallen war. Mehrere besinnliche Anlässe wurden gut besucht. Unter dem Dach dieses Ressorts gibt es auch einen Rollstuhldienst für die beiden Heime WOLFGANG und CHRISTA, was von den Heimleitungen, aber besonders von Bewohnerinnen und Bewohnern, die nicht mehr gut zu Fuss sind, sehr geschätzt wird. Wer gerne singt, konnte dies 2019 zwei Mal tun, einmal im Frühling und einmal im Advent. Da im Dezember jedoch sonst schon sehr viel Anlässe angeboten werden, wird dieses spezielle Adventssingen künftig nicht mehr durchgeführt.

Ursula Bachofner-Rieche

Soziales

Der wichtigste Zweck eines Frauenvereins ist seit jeher die Unterstützung von Menschen in schwierigen finanziellen Verhältnissen. So konnte Ressort-Leiterin Olivia Germann auch im Jahr 2019 wieder manche Not lindern. Die bedachten Familien – oft Einelternfamilien – sind für diese unkomplizierte Unterstützung sehr dankbar. Die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt passiert auf Augenhöhe, Hilfe vor Ort wird allen Menschen – ungeachtet von Religion oder Herkunft – in schwierigen Situationen gewährt.

Olivia Germann

Ferienpass

Wenn auch Gabi Müller-Stucki, langjährige Vereinspräsidentin, nicht mehr im Vorstand mitwirkt, so hat sie doch ihre gemeinnützige Tätigkeit nicht einfach aufgegeben. Mit viel Schwung und initiativen Mithelferinnen hat sie auch 2019 wieder ein vielfältiges Angebot für Schulkinder aller Stufen aufgegleist und durchgeführt. Kinder und Jugendliche bekommen so Einblick in andere Lebensfelder und die Eltern Entlastung. Man kann nur staunen, was Kinder so alles an Spannendem jeweils auslesen können. Am liebsten wäre man selber an der einen oder andern Aktivität dabei.

Kasse

Olivia Germann betreut auch die Kasse. Es gab ein beträchtliches Plus, das Vereinsvermögen ist ebenfalls ansehnlich, also kein Grund, den Jahresbeitrag von Fr. 15.00 anzuheben. Die Revisorinnen Karin Hilber und Andrea Padovan fanden denn auch alles in bester Ordnung vor. Die Versammlung hiess die Anträge „Entlastung“ und „Dank an den gesamten“ Vorstand einstimmig gut. Die Frauen waren sowieso gut gelaunt und gaben den beiden Stimmenzählerinnen während der ganzen Abwicklung der Traktanden je Anlass zu einer Zählaktion.

Spiky

BALU, der langjährige Kleinkindertreff, war in die Jahre gekommen und bekam einen neuen, frischen Namen samt Maskottchen. Auf der Homepage ist zu lesen: Der Kleinkindertreff “Spiky” (ehemals “BALU”) ist ein konfessionsunabhängiger Treffpunkt für Eltern und Grosseltern mit ihren Kindern/Enkelkindern von 0 bis 6 Jahre. Ältere Geschwister sind ebenfalls herzlich willkommen.“ Man trifft sich jeden 3. Mittwoch im Monat in der katholischen Unterkirche. Auch hier leiten einsatzfreudige junge Frauen die Treffen. Spiky auf FACEBOOK

Lottoglück

Anstelle des Imbisses, der traditionell zur HV des Frauenvereins gehört, hatte sich der Vorstand etwas einfallen lassen. Auf Tellern waren kleine Naschereien aufgelegt, die man an der Theke im Foyer holen konnte. Dazu gab es natürlich auch ein Getränk, für Weinliebhaberinnen gegen Bezahlung auch einen feinen Tropfen.

Gut geschützt in der Küche – Apéro light…

Nach dem unspektakulären geschäftlichen Teil folgte dafür diesmal der Lotto-Abend, bei welchem es möglich war, nach jedem Umgang auszusteigen, was die Gewinnchance für die Verbleibenden natürlich gewaltig erhöhte. Hier zeigte es sich wieder einmal, dass das Losglück oft sehr einseitig verteilt ist, konnte doch im zweiten Umgang die gleiche Siegerin in der ersten,  der zweiten und schliesslich der dritten Reihe jeweils LOTTO! rufen. Doch weil der Einsatz einem guten Zweck – der Vereinskasse – zugutekommt und es nur eine Siegerin geben kann, nahmen dies die „Verliererinnen“ äusserst gelassen hin…

Hoffentlich kann die nächste HV wieder unter etwas günstigeren Bedingungen durchgeführt werden. Der Vorstand hat aber das beste aus der eher misslichen Lage gemacht und ist nicht untätig geblieben. Die Mitglieder sagen dazu: „Herzlichen Dank!“.

Wer sich für die HV vom letzten Jahr interessiert, kann dies hier nachlesen. Motivierte junge Frauen halten Frauenvereinsschiff auf Kurs