Zauberhafte 13. HV des Frauenvereins Oberuzwil
Bereits zum 13. Mal lud der initiative Vorstand des Oberuzwiler Frauenvereins nach der Fusion von 2013 zu seiner HV ein. Unter den 82 anwesenden Frauen waren etliche neue Gesichter zu entdecken. 249 Frauen stehen auf der Mitgliederliste. Der Verein hat sich in den letzten Jahren sichtlich verjüngt. Es wird aber auch Jahr für Jahr eine attraktive Vielfalt an Anlässen angeboten. Auf der Vereins-Webseite sind alle Angebote aufgelistet. Viel Herzblut und Ideenreichtum wird da investiert. Susanne Honegger hatte auch dieses Jahr die Tische wunderhübsch dekoriert, diesmal mit einem blumigen Frühlingsgruss in normalen Konservenbüchsen.
Begrüssung der Gäste

Das Foyer wurde zu einem dröhnenden Lautverstärker, als die Mitglieder mit viel Vorfreude zur HV herbeiströmten. Links hinter den Frauen im Vordergrund ist halbverdeckt Martha Koller – Frauenvereinspräsidentin aus Wil zu sehen.
Wie jedes Jahr beehrten auch diesmal auswärtige Gäste die HV. Aus Wil war Martha Koller, langjährige Präsidentin des Evangelischen Frauenvereins Wil dabei. Es ist eben – wie überall – auch in Wil nicht unbedingt leicht, jemanden für die Nachfolge zu finden. Ursi Grob aus Rebstein, im dortigen Vorstand Kontaktperson zum Dachverband Ostschweiz, hatte ebenfalls die Fahrt nach Oberuzwil unter die Räder genommen. Beide wurden von Präsidentin Rahel Keller herzlich willkommen geheissen.
Magischer Beginn
Diesmal begann der Abend auf wahrhaft «zauberhafte» Weise. Bei der Begrüssung musste sich Kurt Lichtensteiger – genannt Kuli -, ein Magier aus Oberuzwil, allerdings sehr konzentrieren, um nicht «Guten Abend, liebe Damen und Herren» zu sagen. Ausser ihm sah man nämlich gar keine Herren, sieht man von Mesmer Urs Lenz ab, der im Hintergrund gewirkt hatte. Der Zauberer verblüffte mit allerlei Tricks, die einerseits begeisterten, andrerseits aber doch auch viele Fragen aufwarfen. Er wollte allerdings nicht allein auf der Bühne stehen, sondern sicherte sich immer sogenannt «Freiwillige», welche oft kaum wussten, wie ihnen geschah.
Wie kann sich ein Mann beispielsweise schon zuhause unter dem Frack exakt so anziehen, wie später eine ihm völlig unbekannte Frau auf der Bühne eine Zeichnung ausmalt, während er in dieser Zeit im Saal lustige Geschichten erzählt?… Geld möchte man ihm allerdings nicht unbedingt anvertrauen, zu gross wäre die Angst vor einem Verlust. Denn die 25 Zehnernoten, die von zwei «Freiwilligen» auf einem Glas festgehalten werden mussten, wechselten beispielsweise immer wieder ihre Anzahl, wenn er sie laut herunterzählen liess. Interessant auch, wie er aus willkürlich gewählten Wörtern auf Zeitungsschnitzeln das Wort «Frauenverein Oberuzwil» herausdestillierte. Das «Puzzle des Lebens» brachte eine etwas nachdenklichere Note in seine Darbietungen. Herausforderungen können immer mal wieder das schön geplante Leben durcheinanderbringen. Es kommt darauf an, dass man dennoch nicht aus «dem Rahmen» fällt. Den Frauen gefiel dieser unterhaltende Teil, der Applaus war riesig.







Dann wurde gegessen – verschiedene Salate mit Älplermagronen und feinem Apfelmus -, bevor die Traktandenliste zum Zug kam.

Unzählige Angebote
Präsidentin Rahel Keller führte zügig durch die Geschäfte. Die einzelnen Ressortleiterinnen äusserten sich zu ihren Anlässen, alles mit Bildern anschaulich nochmals ins Gedächtnis gerufen. Was doch alles unter dem Dach des Frauenvereins läuft! Die Kleidertauschparty kam 2025 so gut an, dass am Schluss zu viele Kleider zum Entsorgen übrigblieben. In Zukunft gibt es deshalb eine Obergrenze für mitgebrachte Kleider. Das Kasperlitheater ist für viele Kinder immer ein riesiger Spass. Während dieser Darbietung können sich die «Grossen» untereinander austauschen, so hat Jung und Alt den «Plausch». Die orangen Holz-Ostereier wurden alle entdeckt und in der Bäckerei Wagner gegen einen Schoggihasen eingetauscht. Fast wäre das übel ausgegangen, denn irgendwann waren die Hasen vergriffen – doch Sepp Signer wusste Rat und schaffte es, allen einen solchen Genuss zu verschaffen.




Auch 2025 wurden Helferinnen zu einem VIP-Anlass mit köstlichen Drinks, Apéro-Häppchen und einem schönen Film eingeladen. «Ziemlich beste Freunde» regte zum Nachdenken an, rief aber auch oft ein Lachen hervor. Und was wäre die Adventszeit ohne die wunderbaren Geschichtenkistchen, welche Anja Kühn und Ursula Bachofner auch diesmal gestaltet hatten! Dass ein solches Kistchen – Teil einer ganzen Geschichte – diesmal unglücklicherweise im Werkhof landete, gefiel fast besser, als wenn es einmal mehr Vandalen zum Opfer gefallen wäre.
Angebote für alle Generationen
Auch die Angebote für Kinderanlässe unter dem Namen Spiky werden sehr geschätzt. Und welche Freude! Das Ferienpass-Team konnte erfreulicherweise alle Abgänge wieder mit initiativen Frauen besetzen. Der Frauenvereins-Vorstand sucht jedoch auf nächstes Jahr Verstärkung – bitte melden! Ines Veluscek möchte sich entlasten und nur noch dieses Jahr im Vorstand wirken. Auch beim Rollstuhlstossen gab es einen Wechsel. Zehn Jahre lang hat Annelies Seelhofer-Brunner die Ausfahrten für die beiden Heime WOLFGANG und CHRISTA organisiert. Neu übernimmt Isabella Geisser-von Dach diese Arbeit. Mit einem voller Überraschungen steckenden Harässli wurde die Abtretende geehrt.
Finanzen
Kassenwartin Olivia Germann versuchte das gar nicht so leichte Unterfangen, mehr auszugeben als einzunehmen. Schliesslich möchte man das immer noch recht grosse Vermögen etwas herunterfahren. So etwas würde manchem Finanzverantwortlichen in gewissen Gemeinden bestimmt weniger Sorgen machen… Die Revisorinnen Andrea Padovan und Karin Hilber fanden bei ihrer Prüfung keinerlei Fehler. Die Versammlung verdankte die grosse Arbeit des gesamten Vorstandes mit rauschendem Applaus.
Schlusspunkt
Mit einem feinen Kuchenbüffet und dem obligaten Schoggilösli-Verkauf endete der Abend. Auch diesmal hatte der Vorstand wieder eine vielfältige Tombola zusammenstellen können. Die hiesigen Geschäfte sind glücklicherweise Jahr für Jahr spendabel.



Zwei fleissige Jugendliche – Lena Schneebeli und Selina Veluscek – aus den Reihen von Mitglieder-Müttern hatten den Küchendienst in der Unterkirche übernommen. Bravo! Auch ihnen gehört ein grosser Dank.
Nicht alle Frauen gingen nach dem offiziellen Schluss sofort nach Hause. Schliesslich war man ja auch zum geselligen Beisammensein an diesen Anlass gekommen.